Netzwerke als Erfolgsfaktor

In dem Workshop von Frau Prof. Dr. Maria Monika Möhring und Herr Torsten Nattermann, M.Sc., lernen Teilnehmer, wie wichtig Netzwerke für die Einführung und Umsetzung von Industrie 4.0 sind. Frau Prof. Dr. Möhring berichtete uns, was Teilnehmer von dem Workshop erwarten können.

 

Im Bereich Smart Factory gibt es einige Systeme wie RFID-Chip-Systeme, Fahrerlose Transportsysteme (FTS) und auch 3D Druck. Einige Technologien sind schon ausgereifter als andere. Speziell der Kostenfaktor variiert bei noch nicht ausgereiften Systemen.

 

Bezogen auf den Workshop, wie soll dem Mittelstand deutlich gemacht werden, dass auch schon jetzt Umsetzungen in diesem Bereich realisierbar sind?

Unternehmen müssen darüber informiert bleiben, wie sich Technologien entwickeln und ob es dort Potentiale gibt, die in das eigene Unternehmen integriert werden können. Zu Beginn ist die Integration einiger Technologien oft noch schwer vorstellbar. Aber bei einer fortgeschrittenen Reife erkennt man das Potential und muss dann im richtigen Moment reagieren. Finanziell wäre das Risiko geringer und das Unternehmen, sowie letztlich dessen Kunde würde vom Fortschritt profitieren.

Aktuell entsteht ein enormer Transportaufwand – beispielsweise bei Bauteilen. Die Technologie des 3D Drucks erleichtert die Prozesse; auch Mittelständler können diesen Fortschritt nutzen. Dadurch werden langfristig ganze Geschäftsprozesse zum Positiven verändert.

Industrie 4.0 und die damit verbundene Veränderung in Arbeitsprozessen sollte nicht als Bedrohungen gesehen werden, sondern als Chance für ein vereinfachteres Arbeitsleben.

 

Was sollen die Teilnehmer am Ende des Workshops an Erkenntnissen mitnehmen?

Auch wenn es eine sehr aktuelle Thematik ist, kann diese entspannt diskutiert werden. Ein sofortiges Handeln ist oft nicht notwendig, aber die ein oder andere Integration von Industrie 4.0 in das eigene Unternehmen kann in Betracht gezogen werden. Dabei sollte man auf Netzwerke zurückgreifen und sich die notwendigen Hilfestellungen holen, wo sie benötigt werden. Für eine erfolgreiche Umsetzung braucht man Partner und Erfahrungswerte, gerade auch von anderen Unternehmen. Teilnehmer sollen Informationen und Erkenntnisse mitnehmen, die helfen, anstehende Veränderungen im Bereich Industrie 4.0 zu realisieren. Außerdem sollen potentielle Hilfestellungen definiert werden. Es geht darum zu erfahren, bei welchen Kriterien man ansetzten kann, um das Risiko der Einführung zu minimieren. Haben Unternehmen schon konkrete Planungen angestrebt und dazu noch Bedenken, soll natürlich auch darauf eingegangen werden.

Eine Blaupause zur Einführung neuer Technologien habe ich zusammen mit dem Referenten auf dem Kongress, Herrn Nattermann, entwickelt und 2016 auf einer internationalen Konferenz für Produktions- und Ablaufsteuerung in Trondheim vorgestellt. Einige Mittelständler, mit denen wir an der THM zusammenarbeiten, setzen diese Vorgehensweise bereits ein und berichten von einer Erleichterung der Prozesse, wenn es um Technologie-Scouting bis hin zur Einführung geht. Teilnehmer des Industrie 4.0 Kongresses können diese Blaupause anschließend für sich nutzen und so ihre Vorgehensweise risikoärmer gestalten.

 

Wir bedanken uns bei Frau Prof. Dr. Möhring für das spannende Interview und wünschen viel Erfolg für den Kongress.

Netzwerke als Erfolgsfaktor

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